Lernmodul 3: Jugendgruppen (15- bis 20-Jährige)

Lernmodul 2

Anstiftung zum Frieden - Impulse und Material für Jugendgruppen

(PDF)

1. Vorüberlegungen
1.1 Gesellschaftliche Relevanz und die Situation der Jugendlichen
1.2 Kirchliche Friedensarbeit in der ehemaligen DDR und ihre Auswirkungen bis heute

2. Bausteine zum Thema
2.1. Erlebnispädagogische Übungen für gewaltfreie Konfliktlösungen
2.2. Karikatur-Überschrift finden
2.3. Rollenspiel
2.4. Grabstein-Inschrift
2.5. Friedensethischer Diskurs
2.6. Biblische Bezüge
2.7. Erzählungen
2.8. Film
2.9. Lieder / Lyrik

3. Frieden gestalten - wie geht das?
3.1. Handlungsempfehlung bei Konflikten zum Thema in der Schule
3.2. Alternative „Friedensdienst"
3.3. Aktionshinweis

M 1 Erlebnispädagogische bzw. gruppendynamische Übungen
M 2 Karikatur Kollateralschäden
M 3 Rollenspiel
M 4 Grabstein-Inschrift
M 5 Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen"
M 6 Grafik „Christus zerbricht das Gewehr"
M 7 Logo „Frieden, gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung"
M 8 Erzählung „Warum der Krieg unterblieb"
M 9 Erzählung „Die Geschichte eines Knaben"
M 10 Liedtext „Nein, meine Söhne geb ich nicht" Reinhardt Mey
M 11 Liedtext „Es ist an der Zeit" Hannes Wader
M 12 Text „Die jungen toten Soldaten"

Autor: Gerd Pettrich
Dipl.-Religionspädagoge und Jugendwart im Kirchenbezirk Leipziger Land

1. Vorüberlegungen

Für Jugendliche in ihrem sozialen Umfeld geht es wie auch für die Weltpolitik im Grunde doch immer um die Frage: Wie handle ich bei existentiellen Interessenkonflikten? Gebe ich immer klein bei „um des lieben Friedens willen" oder setze ich meine Interessen auch durch - und wenn ja, mit welchen Mitteln?

Für die meisten Konflikte dieser Art gibt es als wertvolle Strategie das „Höhere Ziel" oder die „Stellvertretung". Ich kämpfe ja gar nicht für mich, sondern für eine wichtige Sache oder um andere zu schützen. Das macht die Lage oft kompliziert, weil sich dann die eigenen mit den Interessen dritter vermischen. (Der Golfkrieg wurde 1991 offiziell als Befreiung des Kuweitischen Volkes vor der irakischen Armee begonnen. Das Hauptinteresse der westlichen Alianz (geführt von Amerika) galt aber dem Ölpreis.)

Vordergründig gilt durch Gewalt manches Problem schnell als gelöst - die sogenannten Nebenwirkungen (oder auch Kolateralschäden) zeigen sich meist erst später. Gefragt sind in unserer Welt mit ihren komplizierten Vernetzungen und Zusammenhängen Strategien, die nachhaltig wirken und Stabilität bringen.

(...)

Friedensarbeit_Lernmodul3.pdf (PDF)